Domäneninformationen
Nächstes Treffen am 28. März 2009 - Beginn 19:00 Uhr, Jugendhaus Weingarten

Geschichtlicher Überblick


Im folgenden finden sich in Kurzform ein paar Informationen zum geschichtlichen Hintergrund der Domäne.
Dieses Wissen ist in dieser Form auch bei den jeweiligen Praetoren oder anderen Würdenträgern bekannt und kann daher auch im Spiel genutzt werden. Die aktuellen Entwicklungen in der Domäne kann man in der Chronik nachlesen.

Die Vorzeit - ca. 4000 v. Chr. - ca. 250 v. Chr.
Die Archive der Nosferatu sowie geschichtliche Aufzeichnungen belegen eine Besiedelung des Gebiets ab ca. 4000 v. Chr. Spuren dieser ersten Besiedelung sind durch Funde von Pfahlbauten in der Gegend belegt. Laut den Nosferatu-Archiven gab es auch in dieser Vorzeit Kainiten in der Gegend. Genaueres ist jedoch nicht allgemein bekannt.

Neue Besiedelungsspuren - ab ca. 50 n. Chr.
Nachdem ab ca. 250 v. Chr. keinerlei Spuren einer kainitischen Besiedelung mehr existieren, scheint die Doäne während dieser Zeit nicht mehr unter dem Einfluß von Kainiten zu stehen. Eine Neubesiedelung der Domäne hat Gerüchten zufolge ca. 50 n. Chr. durch römische Exilanten stattgefunden. Diese siedelten in den römischen Siedlungen am Bodenseeufer, die seit ca. 15 v. Chr. im Gebiet des heutigen Friedrichshafen existierten. In der Folgezeit breiten sich die ersten Kainiten in der Gegend aus.

Harbadr betritt die Bühne - ca. 800 n. Chr.
Um den Zeitraum 800 n. Chr. macht ein Kainit in der Domäne von sich reden: Harbadr, ein Gangrel aus dem Norden, siedelte sich um ca. 800 n. Chr. im Gebiet des heutigen Sigmaringen an. Gemeinsam mit seinen Kriegern - teilweise seine Kinder, teilweise Ghule - machte er sich das Land untertan und brachte die anderen Kainiten dazu, ihn als Herrscher zu akzeptieren. Seitdem herrscht er über die umliegenden Lande als strenger und gerechter Herrscher.

Die frühe Domäne - ca. 800 n. Chr. - 1100 n. Chr.
Die Anfangszeit der Domäne spricht von den Clans der Gangrel, Malkavianer und Nosferatu in der Domäne. Die Kainiten sorgen für ein stetiges Wachstum, einige Stadtgründungen fallen in diese Zeit. Den Archiven zufolge wird um ca. 1100 n. Chr. der Irre Ivan gezeugt.

Die Blutkriege - 1000 n. Chr. - 1400 n. Chr.
Ab 1000 n. Chr. herum betreten drei neue Clans die Bühne der Domäne Oberschwaben: Die Brujah, die Ventrue und die Lasombra. Friedrich I., Herzog von Schwaben wird von den Brujah als möglicher Gegenpol zu Harbadr geschaffen, um das Gebiet Oberschwaben unter den Einfluß der Brujah zu bringen. Gleiches versuchen die Ventrue mit der Erschaffung Welf IV. Während beide bereits zu ihren sterblichen Zeiten den Einfluß von Harbadr zu verringern suchten und später dann als Kainiten erschaffen wurden, gründeten die Lasombra im Verborgenen ebenfalls einen Vorposten in Oberschwaben: Das Zisterzienserkloster zu Salem. Alle drei Clans arbeiten sorgfältig daran, ihren Einfluss auszudehnen - die Brujah und Ventrue auf der weltlichen Ebene, die Lasombra über die Wege des Klerus. Viele Auseinandersetzungen und kleinere Kriege ziehen über das Land. Durch verschiedene Allianzen und geschicktes Taktieren kann Harbadr seinen Herrschaftsanspruch aufrechterhalten und schließlich die anderen Clans unter seine Herrschaft zwingen.

Die Rose erblüht - ab 1300 n. Chr.
Gegen Ende der Blutkriege tauchen erstmals die Toreador im Gebiet der Domäne Oberschwaben auf. Ihnen wird von Fürst Harbadr das Land um Tettnang herum als Jagdlehen verliehen. Dort beginnen die Toreador, unter dem Deckmantel des Hauses Montfort, eine Machtposition aufzubauen.
Zur selben Zeit unterwandern die Lasombra die Linie Waldburg, um deren Position und Einfluß für ihre Zwecke zu nutzen.

Der Spiegel zerbricht...1428 n. Chr.
Ab dieser Zeit berichten die Malkavianer von seltsamen Vorkomnissen, vom Auftauchen einer starken, dominanten Präsenz, die sie sich nicht erklären können. Ist diese seltsame Präsenz der Grund dafür, daß in der Folgezeit viele Malkavianer verschwinden?

Der Gegenpol - ab 1450 n. Chr.
Um ca. 1450 halten die Hexenmeister in der Domäne Einzug. Mit der Billigung des Fürsten siedeln sie im noch dünn besiedelten Südosten der Domäne. Mit Hilfe von außen errichten sie das 1. Gildenhaus in Oberschwaben. Um den Einfluß der Lasombra auf das Haus Waldburg zu schwächen, wird Georg III. in die Reihen der Tremere initiiert.

Der schwarze Tod erwacht - 1541 n. Chr.
Um 1540 überzieht die Pest die Stadt Tettnang und hält reiche Beute in der Bevölkerung. Der noch junge Clan Toreador wird empfindlich geschwächt. Gerüchte sprechen davon, daß die Nosferatu den aufstrebenden Clan schwächen wollten. Andere Gerüchte sprechen von einer bis dato unbekannten Partei, der die Bemühungen der Toreador ebenfalls ein Dorn im Auge waren.
Die örtlichen Vertreter des noch jungen Clans der Hexenmeister untersuchen vor Ort die Vorkomnisse. Kurze Zeit später wird der damalige Regent der Tremere unter mysteriösen Umständen vernichtet.

Die Rosenkriege - ab ca. 1541 n. Chr.
Nachdem die Pest reiche Ernte unter der Bevölkerung gehalten hat, beginnen die Toreador, die Stadt und ihren Einfluß wieder aufzubauen. Vom Wunsch nach neuer Macht beflügelt, erschaffen sie eine große Anzahl an weiteren Kainiten und arbeiten zeitgleich daran, ihre Macht und ihren Einfluß in der Domäne auszubauen. Mit beängstigender Schnelligkeit erweitern sie ihre Macht auch in Richtung Bregenz. Dies bleibt von den anderen Clans nicht unbemerkt. Während die Brujah allerdings im Norden der Domäne gebunden sind, arbeiten die Gangrel, Nosferatu und Ventrue daran, den Toreador eine Lehre zu erteilen. 1633 schließlich werden schwedische Truppen gen Tettnang geführt, die die Stadt einnehmen und schleifen. Die im Anschluß an die Eroberung ebenfalls einziehende Pest tut ihr übriges - 1633 endet die Machtphantasie der Toreador in einer fast menschenleeren Ansiedlung, die ehemals die stolze Stadt Tettnang war. Das Lehen der Toreador fällt an Harbadr zurück.

Das Szepter fällt - ab ca. 1640 n. Chr.
Die Kämpfe gegen die Ventrue halfen einem anderen Clan dazu, ein lange gehegtes Ziel zu erreichen. Nachdem die Ventrue durch die Auseinandersetzungen gegen die Toreador einen Großteil ihrer Resourcen gebunden hatten und demzufolge nach den für alle Seiten verlustreichen Auseinandersetzungen geschwächt waren, wurden sie nun von den Lasombra angegriffen. Beide Clans hatten sich schon seit einiger Zeit gegenseitig befehdet und um die Vormachtstellung innerhalb der Domäne gekämpft. Nun war die Zeit gekommen und die Lasombra stürzten die Ventrue und fügten ihnen schwere Verluste zu. Im Rahmen der Auseinandersetzungen werden fast alle Ventrue vernichtet. Das Schicksal von Welf IV. und seinem Kind Donna Isabella ist ungewiß - vermutlich wurden auch sie während des Krieges vernichtet.

Die Säkularisation - bis 1803 n. Chr.
Nach dem Krieg gegen die Ventrue und ihrem Sieg hatten die Lasombra ihr Ziel erreicht - lange sollten sie jedoch nicht davon profitieren. Harbadr beobachtete mit Hilfe der Nosferatu schon seit längerem ihr Vorgehen. Nachdem sich die Schatten des Krieges gelegt hatten und sich die Lasombra als Gewinner wähnten, schlug er zurück. Um 1803 nutzte er seine Marionetten in Gestalt der Napoleonischen Truppen, um Salem - den bisherigen Sitz der Lasombra - einzunehmen. Gemeinsam mit den Brujah schlug er so die Lasombra und vernichtete den größten Teil der Kainiten. Einzig der damalige Praetor der Lasombra - Otto von Waldburg-Sonnenberg - konnte fliehen. Gerüchte besagen, daß die Tremere damals ihre Hand bei der Flucht im Spiel gehabt haben sollen.

Das Interdiktum - 1803 n. Chr. - 2005 n. Chr.
Nach der Vertreibung der Lasombra begann die Zeit des Interdiktums. Der vielen Kriege und Streitereien überdrüssig erließ Harbadr eine umfangreiche Ausgangssperre. Das Interdiktum besagte, daß sich die Clans nur noch in ihren verliehenen Clanslehen versammeln durften. Clansübergreifende Treffen waren nur den Praetoren gestattet, die sich in regelmäßigen Treffen austauschten. Ebenso bestimmte er den Tremere Georg III. als seinen Kronverweser, der in seinem Namen als sein Sprecher und Secretarius tätig sein sollte, nachdem Friedrich I. kurz zuvor verschollen war. Einzige Ausnahme des Interdiktums stellte der "Club Maskenball" in Friedrichshafen dar. Harbadr verlieh diesem Club einen Sonderstatus als neutraler Boden, der allen Kainiten ungeachtet ihres Clans oder ihrer Sekte offenstand.

Das neue Erwachen - Oktober 2005 n. Chr.
Nach über zweihundert Jahren Interdiktum ist es ruhig in der Domäne. Die Ventrue und Malkavianer sind nicht (mehr) in der Domäne vertreten, die neuen Toreador in der Domäne haben sich gut in ihr neues Lehen (dem Bereich Mersburg-Hagnau) eingefügt, ohne neue Probleme zu bereiten. Fürst Harbadr hat seinem Kronverweser befohlen, die Praetoren der einzelnen Clans vom Aufheben des Interdiktums zu verkünden. Ein Schreiben an die Praetoren ist bereits erstellt - auch wenn die Beweggründe des Fürsten undurchsichtig sind wie immer. Alles weitere wird die Zukunft zeigen...

Dies ist ein Überblick über die Geschichte der Domäne Oberschwaben. Sie ist bei weitem nicht komplett und noch immer bleiben viele Fragen offen:
Was hat es mit den seltsamen Ereignissen rund um den ersten Pest-Zwischenfall in Tettnang auf sich?
Was führte zum Verschwinden der Malkavianer in der Domäne?
Warum tolerierte der Fürst die Aktivitäten der Lasombra so lange?
Diese und weitere Fragen sind nachwievor unbeantwortet. Kennen die Nosferatu einige Antworten? Angeblich sollen sie ein sehr umfassendes Archiv unterhalten, das seit Jahrhunderten gepflegt wird - doch auch die Masken haben sich bislang nur selten zu den offenen Fragen gemeldet.

Wer weiß, wann einige dieser Fragen eine Antwort finden...

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